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Motor und Getriebe
Motor und Getriebe

Die neuen Vierzylinder-Boxermotoren

Porsche führt mit dem 718 Boxster zwei komplett neu entwickelte Vierzylinder-Boxermotoren mit Turboaufladung ein. Leistung und Effizienz steigen gegenüber den bisherigen Triebwerken deutlich. Ein Bündel an Innovationen sorgt darüber hinaus für Porsche-typischen Fahrspaß. Die Motoren zeichnen sich durch ein spontaneres Ansprechverhalten aus, durch Drehfreudigkeit bis in höchste Drehzahlbereiche und – nicht zuletzt – durch den emotionalen Klang.

Porsche setzt die Vierzylinder-Boxermotoren in zwei Leistungsversionen ein: Mit zwei Liter Hubraum und 220 kW (300 PS) im 718 Boxster sowie als 2,5-Liter-Aggregat mit 257 kW (350 PS) im 718 Boxster S. Im Vergleich zu den bisherigen Boxster-Modellen entspricht das jeweils einer Mehrleistung von 26 kW (35 PS). Auch das Drehmoment ist deutlich gestiegen. Der Zweiliter-Motor des 718 Boxster erreicht ein Drehmoment von 380 Nm, das schon ab 1.950/min und bis 4.500/min zur Verfügung steht. Das entspricht einer Steigerung um 100 Nm und damit um 35 Prozent. Der 2,5-Liter-Motor des 718 Boxster S erreicht zwischen 1.900/min und 4.500/min ein Drehmoment von 420 Nm, also 60 Nm mehr als beim Vorgänger. Das ist der größte Drehmomentzuwachs in der Geschichte des Porsche Boxster.

Drehmoment-Sprung: Schneller Spurten bei jedem Tempo

Die neuen 718 Boxster-Modelle absolvieren Zwischenspurts deutlich souveräner und beschleunigen noch schneller aus niedrigen Drehzahlen heraus. So spurtet der 718 Boxster mit PDK und Sport Chrono-Paket in 4,7 Sekunden von null auf 100 km/h; 0,8 Sekunden schneller als das Vorgängermodell. Der 718 Boxster S mit gleicher Ausstattung schafft diesen Sprint in 4,2 Sekunden und ist 0,6 Sekunden schneller als sein Vorgänger. Gleichzeitig ist der Motor Sportwagen-typisch drehfreudig: Das Drehzahlband endet erst bei 7.500/min, wobei der Leistungsabfall von der Nenn- bis zur Maximaldrehzahl bei lediglich fünf Prozent liegt. Kein anderer Turbomotor im Segment des 718 Boxster erreicht diesen Wert. Bei sportlicher Fahrweise kann der Fahrer damit Leistung und Drehmoment des Motors über einen weiten Drehzahlbereich ausnutzen ohne zum Schalthebel greifen zu müssen. Und bei voller Beschleunigung steht ihm nach dem Gangwechsel das volle Drehmoment des Turbomotors zur Verfügung. Besonders deutlich wird der Drehmomentgewinn deshalb auch bei Zwischensprints im Geschwindigkeitsbereich oberhalb von 100 km/h. Als Höchstgeschwindigkeit erreicht der 718 Boxster 275 km/h, der 718 Boxster S 285 km/h.

Leistung und Effizienz mit Turbo-Konzept nach oben geschraubt

Die Turbo-Boxermotoren von Porsche überzeugen in puncto Leistung und Effizienz. Der Turbo-Vierzylinder mit PDK im 718 Boxster verbraucht mit 6,9 l/100 km im NEFZ 0,7 l/100 km weniger als der bisherige Boxster. Der 2,5-Liter-Turbo-Boxermotor mit PDK im 718 Boxster S begnügt sich mit 7,3 l/100 km. Das entspricht einer Einsparung von 0,9 l/100 km gegenüber dem Vorgängermodell. Unter dem Strich bedeutet das 35 PS mehr Leistung bei bis zu 13 Prozent weniger Verbrauch.

Die beiden Varianten des neuen Porsche-Boxermotors unterscheiden sich nicht nur im Hubraum. Im Basistriebwerk drückt ein so genannter Wastegate-Turbolader zusätzlich Luft in die Brennräume. Die leistungsstärkere Maschine wird von einem Lader mit variabler Turbinengeometrie zwangsbeatmet, wie er bisher weltweit exklusiv dem 911 Turbo vorbehalten war. Ein zusätzliches Wastegate beim 718 Boxster S betreibt den Lader mit verstellbaren Leitschaufeln durch gezielte Steuerung des Abgasstroms immer im optimalen Wirkungsgrad. Dadurch wird die Energie im Abgasstrom besonders effizient in Antriebsleistung umgesetzt.

Spontanes Ansprechverhalten wie ein Saugmotor und Dynamic Boost-Funktion

Bei der Abstimmung der Abgasturboaufladung legten Porsche-Entwickler besonderen Wert auf ein zum Saugmotor vergleichbares Ansprechverhalten des Motors. Dazu dient unter anderem bei sportlicher Fahrweise die “Vorspannung” des Turboladers im Teillastbereich. Das Bypassventil wird geschlossen, der Zündwinkel zurückgenommen und die Drosselklappe leicht geöffnet. So bleibt das aktuelle Antriebsmoment konstant, während Luftdurchsatz durch den Motor und Ladedruck steigen. Gibt der Fahrer Vollgas, steht durch den höheren Ladedruck spontan ein höheres Drehmoment zur Verfügung. Auch wenn der Fahrer bei voller Beschleunigung den Fuß kurz vom Gaspedal nimmt, verhält sich das Turbotriebwerk reaktionsschnell wie ein Saugmotor. Die Drosselklappe bleibt geöffnet, nur die Benzineinspritzung setzt aus. Dadurch baut sich der Ladedruck nicht komplett ab, der Motor reagiert spontan auf erneutes Gasgeben.

Auf vergleichbare Weise reagiert der Turbolader beim Druck auf den Sport Response Button. Er sitzt – wie bei den 911-Modellen in Verbindung mit Sport Chrono-Paket und PDK-Getriebe – in der Mitte des Programm-Schalters am Lenkrad. Inspiriert vom Rennsport, werden damit Motor und Getriebe für 20 Sekunden auf ein spontanes Ansprechverhalten vorbereitet. Im Teillastbereich schließt das Wastegate des Turboladers. Resultat ist ein deutlich schnellerer Aufbau des Ladedrucks. Der Motor spricht spontaner auf Gaspedalbefehle an und erreicht zügig seine maximale Leistung.

Indirekte Ladeluftkühlung über erweiterten Kühlmittelkreislauf

Eine weitere Innovation ist die indirekte Ladeluftkühlung. Um Design und Aerodynamik des 718 Boxster nicht zu verändern, nutzen die Turbo-Motoren die seitlichen Lufteinlässe hinter den Türen zum Ansaugen der Luft und jetzt auch zur indirekten Ladeluftkühlung. Die Temperaturabsenkung läuft über einen zusätzlichen Kreislauf im Kühlsystem. Dazu dient ein Wärmetauscher über dem Motor. In dem gibt die verdichtete Luft aus dem Turbolader einen Teil ihrer Wärme an das Kühlmittel ab. Die Flüssigkeit strömt anschließend durch je einen Kühler pro Lufteinlass.

Technologien aus den Dreiliter-Sechszylinder-Biturbomotoren des 911 steigern die Triebwerke bei Leistung und Effizienz. So lässt sich das Ansprechverhalten des Turbo-Triebwerks bei niedrigeren Drehzahlen noch feiner auf die Porsche-typische sportliche Spontanität einstellen. Grund dafür ist die Einführung der verstellbaren Auslass-Nockenwelle mit Ventilhubumschaltung zusätzlich zur vom Vorgänger bekannten Einlass-Nockenwellenverstellung.

Vollständig neue Abgasanlagen für emotionalen Sound

Die neu entwickelte Abgasanlage garantiert ein Porsche-typisches, emotionales Sound-Erlebnis. Im 718 Boxster strömen die Abgase durch eine Anlage mit einem ovalen Einzelendrohr aus gebürstetem Edelstahl. Der 718 Boxster S hat mittig angeordnete, runde Doppelendrohre aus gebürstetem Edelstahl. Zwei ebenfalls in der Mitte angeordnete, runde Sportendrohre kennzeichnen die optionale Sportabgasanlage für alle Modelle.

Sechsgang-Schaltgetriebe serienmäßig, Siebengang-PDK auf Wunsch

Serienmäßig sind die 718-Modelle mit einem Sechsgang-Handschaltgetriebe ausgerüstet. Als Option steht das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe PDK zur Wahl. Zur Effizienzsteigerung verfügt das PDK über die weiterentwickelte Auto Start-Stopp-Funktion, die den Motor bereits beim Ausrollen ausschaltet. Auch die virtuellen Gänge zur Kraftstoffeinsparung kennt das PDK. Bei konstanter Geschwindigkeit wählt die Steuerung den höchstmöglichen Gang. Um dabei die Motordrehzahl zu stabilisieren und typisches Ruckeln durch untertourigen Lauf zu verhindern, schaltet die Kupplung des betreffenden Gangs auf geringen Schlupf.

Optimiertes Sport Chrono-Paket als Option

Mit dem optionalen Sport Chrono-Paket lassen sich die sportlichen Eigenschaften der neuen 718 Boxster noch weiter verbessern. Wie beim 911 umfasst es neben den drei Einstellungen “Normal”, “Sport” und “Sport Plus” auch das Programm “Individual”. Über ein entsprechendes Menü im Kombiinstrument lassen sich auf Grundlage der programmierten Einstellungen PASM, Sportabgasanlage, Auto Start-Stopp-Funktion und Heckspoiler individuell kombinieren. Bei Sportwagen mit PDK kommt der Sport Response Button in der Mitte des Programm-Schalters dazu. Inspiriert vom Rennsport, gestaltet er das Ansprechverhalten von Motor und Doppelkupplungsgetriebe auf Knopfdruck besonders direkt – beispielsweise zum Überholen. In Verbindung mit dem Sport Chrono-Paket bietet das Porsche Stability Management (PSM) der 718 Boxster-Modelle außerdem ein separat schaltbares Programm: “PSM Sport”. In diesem besonders sportlichen Fahrprogramm kann sich der ambitionierte Fahrer in einem sicheren Umfeld noch weiter an den Grenzbereich seines Fahrzeuges herantasten. Das PSM bleibt dabei im Hintergrund aktiv. In Kombination mit dem aufgewerteten Sport Chrono-Paket führt dies zu einem Fahrerlebnis, das den Roadster noch näher in Richtung Rennsport rückt.