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Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit

Seit 15 Jahren eine der umweltfreundlichsten Fabriken der Welt

Das Porsche-Werk Leipzig ist eine der nachhaltigsten Automobilfabriken der Welt. Der Schutz der Umwelt und der sparsame Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein Unternehmensziel, das sehr ernst genommen wird und sich in allen Prozessen und Verfahren widerspiegelt.

Im Umwelt- und Energie-Managementsystem des Unternehmens sind die Ziele definiert: Ressourcen schonen, Energie effizient nutzen und die Umwelt durch weniger CO2-Emissionen sowie ein geringeres Aufkommen von Lösungsmitteln und Abfällen schonen.

Porsche erfüllt nicht nur die strengen Auflagen, sondern geht in Sachen Nachhaltigkeit immer einen Schritt weiter. Seit 15 Jahren lässt Porsche Leipzig diesen Worten Taten folgen. Daher ist es konsequent, dass auch alle Bau- und Erweiterungsmaßnahmen im Zuge der Produktion der neuen Panamera-Generation unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit geplant wurden. Für den Bau des Macan entwickelte Porsche bereits 2014 neue Prozesse und Verfahren, die jetzt für den Panamera weiterentwickelt wurden. Dies gilt speziell für den neuen Karosseriebau sowie die Erweiterungsmaßnahmen in der Montage.

Karosseriebau: energieeffiziente Fügetechniken

Der neue Karosseriebau setzt unter Umweltaspekten Maßstäbe. Im Sommer nimmt Porsche in Leipzig eine weitere Photovoltaikanlage in Betrieb, die vier Megawattstunden konventionell erzeugter Energie einspart und den neuen Karosseriebau zu großen Teilen mit Strom versorgt. Im gesamten Neubau gibt es eine besonders sparsame Beleuchtung. Das System basiert komplett auf LED-Basis und wird über ein Steuerungssystem bedient. Optimierte Netzwerktechnik in der Anlagensteuerung hilft ebenfalls, Energie zu sparen. Ein angrenzendes Blockheizkraftwerk dient zur effizienten Wärme- und Stromerzeugung. Die Fertigungsfläche des neuen Karosseriebaus beträgt ca. 56.000 Quadratmeter. Innovative und technologische Weiterentwicklungen von Prozessen und Fertigungsanlagen haben dabei geholfen, den Energieverbrauch bei der Produktion des neuen Panamera weiter zu senken. Dies liegt unter anderem an neuen energieeffizienten Fügetechnologien, beispielsweise durch fließlochformende Schrauben, die ohne Vorbohrung verarbeitet werden können. Angesichts des Multimaterialmix bei den Leichtkarosserien kommen auch vermehrt die Fügetechniken Nieten und Clinchen zum Einsatz, so dass der Energieverbrauch sinkt. Sämtliche Robotertechnik und die Programmierung der Fertigungsanlagen wurden nach Energieeffizienzpunkten umgesetzt. Das gilt insbesondere für den Einsatz der Servopneumatik an den Schweißzangen. Ausgewählte Komponenten kommen jetzt sogar vollständig ohne Druckluft aus und helfen, den Energieverbrauch konsequent zu senken.

Bereits für den Macan entwickelte Porsche in Leipzig einen energieeffizienten Karosseriebau. Durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 880 kWp werden seit 2014 pro Jahr bis zu 800.000 kWh Strom durch Sonnenkraft erzeugt. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von mehr als 150 westeuropäischen Vier-Personen-Haushalten. Eine moderne Kühlung der Roboter-Schweißzangen mit Wärmerückgewinnung reduziert zudem den Stromverbrauch pro Jahr um mehr als 365.000 kWh.

Lackiererei: bis zu 60 Prozent weniger Energieverbrauch

In der hochmodernen Lackiererei kommt eine Steinmehlfilteranlage zur Trockenabscheidung des entstehenden Lackoversprays zum Einsatz. Gegenüber einem wasserbasierten System sinkt dadurch der Energieeinsatz um bis zu 60 Prozent. Überschüssige Lackpartikel werden mit verwirbeltem Kalksteinmehl eingefangen und im Anschluss (extern) zu Zement verarbeitet. Für die Trockenabscheidung mit Kalksteinmehl werden weder Wasser noch Chemikalien benötigt. Zusätzlich sorgt eine nasschemische Abluftreinigung im Bereich der Decklacklinien dafür, dass die im Lacknebel enthaltenen Lösungsmittel auf ein Minimum reduziert werden. Die Funktionsweise ist einfach: Die in der Abluft enthaltenen Lösungsmittel werden über Filtermodule geleitet, in einem Medium gebunden, anschließend in einem Adsorptionsverfahren getrennt und separat gesammelt. Lösemittel, die bei verschiedenen Reinigungsvorgängen notwendig sind, werden nicht wie üblich entsorgt. Zur Aufbereitung kommen sie in externe Destillationsanlagen und werden anschließend wiederverwendet.

80 Prozent des Wärmebedarfs der Lackiererei wird CO2-neutral gedeckt. In der Holzschnitzelfeuerungsanlage eines direkt neben dem Werk angesiedelten Biomassekraftwerkes wird durch die CO2-neutrale Verbrennung von nachwachsenden Resthölzern aus nachhaltig betriebener Waldwirtschaft und Kraftwärmekopplung Strom und nutzbare Abwärme erzeugt. Pro Jahr reduzieren sich allein dadurch die CO2-Emissionen um mehr als 8.000 Tonnen. Durch den Verzicht auf Leuchtstoffröhren bei der Oberflächenkontrolle der Karosserien im sogenannten Ergo-Lux-Tunnel der Lackiererei verringert sich der Energiebedarf um 50 Prozent. Dieser Bereich ist mit besonders sparsamen LED-Modulen bestückt. Deren Licht wird über frei einstellbare Spiegel auf die Karosserien projiziert. Dabei entsteht ein besonders gleichmäßiges Streifenlicht zur Kontrolle der lackierten Oberfläche bei gleichzeitig ergonomisch optimierten Arbeitsbedingungen.

Montage: In den Arbeitspausen geht das Licht aus

Auch in der Montage gibt es weitsichtige Veränderungen. Die intelligente Vernetzung zwischen der Gebäudetechnik, den Fertigungsanlagen und den Fahrzeugen erlaubt eine bedarfsgerechte Lichtsteuerung auch in der Montage. Allein durch die automatische Abschaltung der Arbeitsplatzbeleuchtung in den Pausen können pro Jahr 80 MWh eingespart werden. Wo es möglich ist, werden die bisherigen Halogenstrahler gegen LED-Leuchten mit programmierbarer Steuerung ausgetauscht. Je nach Arbeitsinhalt und Fahrzeugtyp wird bedarfsgerecht beleuchtet, so dass nachhaltig Energie eingespart werden kann.

Außenbereich: 21 Pferdestärken für die Umwelt

Porsche setzt nicht nur auf nachhaltige Lösungen in der Produktion. Auch im Außenbereich des hochmodernen und mit mehr als 500 sparsamen LED-Lampen beleuchteten Fabrikkomplexes schließt sich der Kreis zu einem ganzheitlich praktizierten Umweltschutz. Im Rahmen des Projekts neuer Panamera wurden mehr als 650 neue Bäume auf dem Werksgelände gepflanzt. Porsche sammelt zudem das Regenwasser und nutzt dieses für die Fahrdynamikfläche, so dass auf den Einsatz von Trinkwasser komplett verzichtet werden kann.

Bereits seit den Anfängen von Porsche Leipzig vor 15 Jahren gibt es Pferdestärken sogar außerhalb der Fahrzeuge: Auf dem Gelände leben im Moment 21 Wildpferde und 74 Auerochsen im Einklang mit der hochmodernen Automobilfabrik. Sie sind Teil eines Beweidungskonzeptes und fühlen sich auf dem weitge- hend naturbelassenen, ca. 120 Hektar großen Gelände im Offroad-Bereich wohl. So gelingt es Porsche, modernste Fertigungstechnik und Ökologie geschickt miteinander zu verbinden.